Ach du liebes Geld

Ach du liebes Geld. 

Nie muss ich im Kalten stehen, es öffnet sich mir jede Tür, dank dir. 

Nie leide ich an Hunger oder Durst, wenn du bei mir  bist. 

Zigaretten hab’ ich so viele, wie ich rauchen kann, dank dir. 

Ein Dach über dem Kopf, Erlebnisse, Reisen, Erkenntnisse und und und …

Du bist wahrlich wunderbar. 

Nur entgleitest du mir stets. 

Du scheinst mich sofort zu verlassen und zum Nächstbesten zu springen. 

Wie würdest du jemanden nennen, der das mit anderen Menschen macht?

Ich kann dich nur mit Mühe bei mir halten, denn du bringst mich dazu, mir hübsche Kleidung zu kaufen

und Uhren und Handys und leckere Sachen und Zeugs, was ich nicht wirklich brauche, aber gern hätte. 

Jahrelang schon arbeite ich für dich. 

Ich putzte, ich wusch, ich rechnete, ich schrieb, ich schleppte, ich grub, ich baute Sachen zusammen und riss Wände ein, ich schwitzte und verletzte mich oft genug für dich, und dennoch bist du nicht da. 

Ich sitze alleine zuhause herum und mache meine Hausaufgaben.

Kriege Bildung ohne dich. 

Ich lache auch ohne dich. 

Jahrelang arbeite ich und dennoch läufst du stets zum Nächstbesten. 

Wenn ich dich nicht halten kann 

und dich nicht kontrollieren kann, 

werde ich dich benutzen! 

Nein, ich werde dich ausnutzen. 

Du wirst für mich arbeiten. 

Du wirst genervt sein, wie ich genervt war, müde sein, wie ich müde war. 

Du wirst sehen    ich werde mein Wort halten. 

Wir werden uns wohl eine lange Zeit nicht wiedersehen, deswegen sag ich dir,

Fuck you and have a nice day. 

 

von Eugen Metondrates

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